Diese Seite drucken

Neuigkeiten

Interreligiöse Schulfeier 2016


Zum vierten Mal lud die IGS alle Schüler/-innen in die beiden Kirchen nach Deidesheim und Wachenheim ein. Dieses Jahr bereiteten verschiedene Gruppen die gemeinsame Feier mit eigenen Beiträgen zum Thema "Heimat" vor. Gute Tradition dabei ist es, dass es keine Rolle spielt, ob man sich zu einer der christlichen Konfessionen, der jüdischen Religion, zum Islam oder zu keiner religiösen Anschauung bekennt. "Ob aus Aleppo, Kabul oder Meckenheim, ganz gleich welcher Hautfarbe oder Bekenntnis - immer handelt es sich bei jedem Einzelnen um einen Menschen. Und die Würde jedes Menschen ist unantastbar", hieß es in der Begrüßung von Schulleiter Georg Dumont.

 

Während der Gavotte von Jean B. Lully, die von Jessica Helfrich, 7a (Geige) und Maki Kakita, 5c (Keyboard) gespielt wurde, konnte sich jeder noch einmal die Gedanken der Begrüßung durch den Kopf gehen lassen.

 

Schüler/-innen aus Jahrgang 10 brachten das Lied "Astronaut" von Bourani und Sido unter der Leitung von Herrn Bender ein, in dessen Text es u.a. heißt:

"Hier oben ist alles so friedlich, doch da unten geht's ab

Wir alle tragen dazu bei, doch brechen unter der Last".

 

Die Beiträge eines Religionskurses von Herrn Fücks aus dem 9. Jahrgang befassten sich auf Plakaten und deren Erläuterungen mit dem Begriff "Heimat". Was verbinden wir mit dem Begriff? Was könnte Menschen veranlassen, diese zu verlassen?

 

Die koptische Christin Hannan Yakoub musste aus Ägypten fliehen, weil sie verfolgt wurde. Im Interview mit Andreas Wollf (SEB) schilderte sie Hintergünde, den Verlauf ihrer Flucht, Glaubenserfahrungen und wie sie seit einem Jahr in Deutschland aufgenommen wurde.

 

Aus der moslemischen Gemeinde Bad Dürkheim war Sera Temel zu Gast. Sie empfindet heimatliche Gefühle bei Besuchen in der Türkei, wenn sie das Meer wieder sieht und fühlt sich bei der Rückkehr inzwischen auch in Bad Dürkheim zu Hause.

 

"Caravan Of Love" erklang dann mehrstimmig, vorgetragen durch die Klasse 7d, eingeübt von Frau Csenda.. 

 

Schüler/-innen des siebten Jahrgangs haben anschließend ihre Wünsche, Bitten und Dank formuliert, in denen von Heimat, von Frieden, aber auch von guten Wünschen für Geschwistern und Mitmenschen die Rede war.

 

 

Durchaus als Aufforderung konnte das nächste Lied verstanden werden, das von allen gesungen wurde. Darin heißt es:

"Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen, miteinander umzugehn".

 

 

Wieder einmal erlebten alle Schüler/-innen der Sekundarstufe I eine wunderschöne Stunde. Im Schlusswort wurden der Wunsch artikuliert, dass die Gedanken, Worte und die Atmosphäre mit in den Schulalltag genommen werden müssen. Die IGS kann nicht die Welt verändern, aber die Welt der IGS gestalten, friedlich, miteinander und ohne Ausgrenzung und Gewalt.

 

Eines der Plakate aus Jahrgang 9, mit dem Kompass, der immer aus der Heimat in Richtung Heimat weist  Dank gilt Herrn Laska, der alle Programmpunkte der Feier koordiniert hat.